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Propaganda für UTF-8 | Propaganda für UTF-8 |
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| Dienstag, 19. September 2006 | |||||||
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Stellt die Zeichenkodierung eurer Webseiten und die in eurem E-Mail-Postausgang auf UTF-8 um. Ihr erleichtert euch dauerhaft den Umgang mit Sonderzeichen und helft zudem dabei mit, dem Kodierungsdschungel im Internet Einhalt zu gebieten und Standards durchzusetzen!
UTF-8 (Unicode) ist die Zukunft der Zeichenkodierung im Internet. Sie ermöglicht es, mit einem einzigen Zeichensatz die Schriften und Sonderzeichen aller Sprachen der Welt darzustellen, Lateinisch und Chinesisch ebenso wie Arabisch usw. UTF-8 wird von allen Browsern und E-Mail-Programmen erkannt. Der Standard ist also bereits überall vorhanden, wird aber viel zu wenig genutzt. Keine Nachteile auf Webseiten Alle Browser erkennen UTF-8. Vorteile auf Webseiten Problemlose Darstellung von Sonderzeichen verschiedener Sprachen nebeneinander. Verschiedensprachige Webseiten können durchgehend und einheitlich in UTF-8 geschrieben werden. Im Quelltext braucht man keine umständlichen HTML-Kodierungen à la ß zu benutzen – einfach Umlaute und Sonderzeichen so angeben, wie man sie auch sehen will. Das gilt auch für andere Alphabete (nicht vergessen, den Quelltext auch in UTF-8 abzuspeichern) Keine Nachteile bei E-Mail Die meisten deutschen webbasierten E-Mail-Dienste wie etwa web.de sind zwar noch ISO-kodiert, konvertieren aber eingehende UTF-8 Nachrichten, soweit sie im Westeuropäischen ISO-Zeichensatz vorhanden sind. Eine Umstellung des eigenen Standardzeichensatzes bringt also keine Nachteile. Google Mail verwendet bereits Unicode. Abgesehen davon kann man E-Mails als UTF-8 kodiert empfangen und senden, wenn man mit einem E-Mail-Programm den POP bzw. SMTP-Server des Freemail-Anbieters nutzt. Vorteile bei E-Mail Für E-Mails gilt wie bei Webseiten, dass man Verschiedene Alphabete in einer Mail nebeneinander verwenden kann. Das wird man zu schätzen wissen, wenn man beispielsweise einen deutschen Text mit seinen Umlauten verschickt, der zudem noch Wörter in griechischer Schrift enthält. Kurzum, man muss sich nicht für eine einzige Sprache pro Mail entscheiden und man muss nicht mehr darauf achten, dass man auch in der richtigen Kodierung sendet, da UTF-8 nie die falsche Kodierung sein kann. Was tun? Hier ein paar Anleitungen, wie man sein E-Mail-Programm umstellt. Die optimale Voreinstellung ist, empfangene E-Mails in der jeweiligen Kodierung zu belassen, Antworten und alle ausgehende Nachrichten aber in UTF-8 zu kodieren. Umstellung auf UTF-8 in Outlook Express Extras > Optionen > Senden > „Beim Antworten das gleiche Format wie im Original verwenden“: Häkchen rausnehmen > Internationale Einstellungen > Standardzeichensatz „Unicode (UTF-8)“ > OK > OK Umstellung auf UTF-8 in Outlook Extras > Optionen > E-Mail-Format > Internationale Optionen… > Codierung für ausgehende Nachrichten: „Unicode (UTF-8)“ > OK > OK Umstellung auf UTF-8 in Thunderbird Extras > Einstellungen… > Ansicht > Schrift > Ausgehende Nachrichten: „Unicode (UTF-8)“; „Standard-Zeichenkodierung für Antworten verwenden“: Häkchen rein > OK Alphabete auf dem Betriebssystem Zur Verwendung von anderen Alphabeten muss der Vollständigkeit halber noch angemerkt werden, dass die Sprachunterstützung für das jeweilige Alphabet auf dem Betriebssystem auch installiert sein muss. Das gilt aber nicht nur für UTF-8, sondern für alle Kodierungen.
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