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Kopenhagen
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06 / 22 / 2007 |
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Heute ist meine zweite Arbeitswoche vorbei, die Zeitarbeitsanstellung ist bis nächste Woche verlängert worden. Besonders diese Woche war ich ständig todmüde. Das kenne ich aber schon aus der ersten Zeit als Ausstauschschüler in Russland. Die neue Umgebung und das ständige Einprasseln einer anderen Sprache sind kräftezehrend, so dass ich manchmal Abends überhaupt nicht mehr aufnahmefähig bin und weniger Dänisch verstehe als einen halben Tag vorher. Ich wohne jetzt für drei Wochen in einer 2-Zimmer-Wohnung in Frederiksberg. Ich habe die Wohnung von einem Bekannten meiner Kusine für die Zeit seiner Abwesenheit überlassen bekommen. Nun habe ich kurzzeitig schon einmal eine Wohnung allein. Mit der Wohnungssuche habe ich mich die letzten Tage nicht mehr so beschäftigt, zu erschöpft. Ich hole es alles am Wochenende nach. Ich bin mittlerweile völlig hier angekommen. Ich fühle mich nicht mehr fremd auf der Straße. Ich merke aber, wie viel es noch zu lernen gibt. Es ist nicht nur die Sprache, sondern auch der allgemeine Ton und der Umgang miteinander, der anders ist. Gerade da kann ich mit meiner oft deutschen Art zu reden ziemlich auflaufen. Ich glaube, dass die Dänen den deutschen Umgangston für schroff, laut, unhöflich halten. Wenn man sich hier aufregt, dann eben eine Nummer ruhiger - was nicht bedeuten soll, das man hier locker flockig und fröhlich über alles hinwegsieht. Aber es scheintmir wirklich so, im Bekanntenkreis und Umgang mit Kollegen und zum Teil auch auf der Straße wird tatsächlich ein freundlicherer Ton gepflegt. Es ist auch völlig normal, mal zwischendurch mit Fremden über dies und das zu plaudern. Ich kannte Dänemark bisher von der eher ländlichen Seite, wo es gemütlich (hyggelig) und nett zugeht. Kopenhagen ist aber nunmal eine Großstadt und es kann sehr unverbindlich zugehen, unverbindlicher gar als in Hamburg. Beim Einkaufen stets kein Hallo und kein Tschüß. Und komischerweise habe ich in der Innenstadt und auf den Hauptstraßen manchmal fast südländische Betriebsamkeit feststellen können. Ich kann nur sagen: Kopenhagen ist meine Traumstadt und ich habe es bisher keine Sekunde lang bereut, hierher gekommen zu sein. Ich spüre, dass ich mit dem was ich mache endlich auf dem richtigen Weg bin.
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Kopenhagen
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06 / 11 / 2007 |
Die Woche seit dem Wegzug aus Hamburg nach Kopenhagen war eine gute. Der Behördenkram ist erledigt, ab Juli bin ich in der Sprachschule für Dänischkurse angemeldet. Bin fast alle Tage unterwegs gewesen, hab' mir die Stadt genauer angesehen, insbesondere die Stadtteile außerhalb der Innenstadt. Immer auch auf der Suche nach Ecken, in denen ich gerne wohnen würde. Es gibt viele solcher Ecken in KBH, nur sind die Mieten überall sehr hoch. Nørrebro, Østerbro, Vesterbro, Sydhavn, Amager - Eigentlich gefällt's mir überall. Auf der Suche nach Wohnraum bin ich meist unter dba.dk, alle anderen Anzeigenportale sind gebührenpflichtig. Allerdings überlege ich, ggf. doch mal für eine kurze Zeit diesen Preis zu zahlen.
Egal. Das wichtigste habe ich schonmal: eine Arbeit. Heute war mein erster Arbeitstag. Wie bin ich an die Arbeit gekommen? Das verhielt sich so: am Mittwoch bin ich zum Jobcenter, wie die staatliche Arbeitsvermittlung hier heißt. Dort hat man mir für 14 Uhr desselben Tages einen Termin bei einer Zeitarbeitsfirma besorgt. Dort hat man mir gleich einen Bürojob angeboten. Und den habe ich sofort genommen. Die Arbeit bei einer Zeitarbeitsfirma nennt sich hier Vikariat. Und interessanterweise hat man mich als Vikar zum Jobcenter geschickt, wo ich für 120 Kr./Stunde (also 16 Euro) Fragebögen auswerte. Wer sagt's denn - Treppenhäuser muss ich also nicht wischen, auch keine Teller waschen. Ich komme mit meinem Dänisch gut zurecht mit allem, auch der Arbeit. Das Vikariat ist erstmal auf 4 Tage befristet. Klar, das Vikariatsbüro will mich erstmal kennenlernen. Wie es dann weitergeht, weiß ich noch nicht, ich berichte davon demnächst.
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verschiedenes
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05 / 17 / 2007 |
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Kennt ihr diesen Anblick noch?
Ich weiß nicht wie es den anderen Altonesen geht, ich halte den Abriss des Bismarckbads für einen Verlust. Man hat vom Abriss des alten Altonaer Bahnhofs in den 70er Jahren offenbar nichts gelernt, wieder musste alte Bausubstanz dem Kommerz weichen. Kurz vor dem Abriss habe ich mich nochmal ins Bad geschlichen und alles durchfotografiert, die Ergebnisse meiner Dokumentation könnt ihr euch unter diesem Link anschauen. Es sind ungefähr 100 Bilder vom Inneren der Großen und der Kleinen Halle, der Umkleideräume, des Eingangsbereichs, von Burger King. Es finden sich auch Bilder von Teilen des Bades, die für den Besucher gewöhnlich nicht zu sehen waren, wie etwa vom Büro, dem Mitarbeiterbereich und vielem mehr. Link zur den Bildern: http://www.flickr.com/photos/7288986@N02/sets/72157594582573678/
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Kulturkritik
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03 / 16 / 2007 |
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Ich habe den Eindruck, dass sich unter großem Einfluss Huntingtons eine Rhetorik breitmacht, die sich, wenn auch oft unbewusst, an einem bevorstehenden Krieg der Zivilisationen orientiert. Sobald seine Thesen thematisiert werden, ohne anderen Theorien über die Zukunft der menschlichen Kultur bzw. Zivilisation gleiche Beachtung zu schenken, leisten wir dem Clash of Civilizations™ gemäß Robert K. Mertons Theorie der selbsterfüllenden Prophezeiung nur Vorschub. Und hier schließe ich mich bewusst mit ein! Letztendlich geht es darum, ob man das die Menschheit Einende oder Trennende bevorzugt behandelt und damit ausbaut. Harmonische Verhältnisse fördern die Kontroverse bzw. die Konfrontation nicht. Es ist aber die Kontroverse, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Plakativ: Dissonanzen und Unterschiede zwischen den Kulturen werden aufgrund der Ausklammerung von Gemeinsamkeiten unverhältnismäßig überbewertet und führen daher zu negativen Prognosen für den Weltfrieden.
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Kopenhagen
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03 / 01 / 2007 |
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I'll move to Copenhagen on june 1st 2007! |
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verschiedenes
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12 / 29 / 2006 |
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Folgendes bekommt man bei der Fahrt mit einem sogenannten „Bügeleisen“ der HADAG zu hören:
Download Wie wäre es alternativ mit „Das Schiff geht auf beziehungsweise unter“?
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