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Ich habe von Edward Bucko (geb. am 10.10.1923, nun wohnhaft in Venezuela) den Auftrag bekommen, nach seinen Verwandten zu suchen.
Seine Geschichte wurde mir wie folgt übermittelt: 1940 wurde er aus seiner Heimat Polen von den Sowjets ins Lager Ciueria gebracht, wo er 19 Monate verbrachte. Entweder im Lager oder zum Zeitpunkt seiner Verschleppung sah er seine Familie zum letzten Mal, genaues ist mir nicht bekannt.
Über Irak und Saudi Arabien kam er nach England, wo er von 1942 bis Kriegsende in der Marine diente. 1948 wanderte er nach Venezuela aus.
Von der Familie sind mir folgende Daten bekannt: Seine Geschwister: Marian Bucko (geb. etw. 1926) Henrik Bucko (1928) Yanek Bucko (1930) Helena Bucko (1935)
Seine Eltern: Cezary Bucko (1903) Wiktoria Bucko (1900)
Seine Adresse in Polen vor seiner Verschleppung: Ul. Świerczewskiego Nr. 34 Ortschaft: Łomnica Dolna / Niederlomnitz Powiat jeleniogórski (Jelenia Góra) / Landkreis: Hirschberg im Riesengebirge Województwo wrocławskie (Wrocław) / Wojewodschaft: Breslau
Für Hinweise über den Verbleib seiner Familie wäre ich sehr dankbar.
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Jugendliche randalierten in Dänemark, angeblich wegen neuerlichen Mohammed-Karikaturen. So wird es jedenfalls in den europäischen Medien dargestellt. Hier eine kurze Klarstellung.
Ist Meinungsfreiheit nicht ein zu hohes Gut, als dass es zur Beleidigung anderer ausgenutzt werden darf? Sollte gegenseitiger Respekt nicht auch da sein? Sollte man es wiederum zulassen, dass Religion in Dänemark für jugendliche mit Einwanderungshintergrund als Vorwand für Randale aus Langeweile herhalten muss?
Im europäischen Fernsehen konnte man allerorts vor einiger Zeit sehen, wie Autos und Schulen angezündet wurden. Mehr, als dass es mit neuen Karikaturen zu tun habe, war allerdings nicht zu hören. Dazu möchte ich als in Dänemark Wohnhafter folgendes festhalten:
Zuerst fühlten sich ein paar Jungs ein bisschen von der Polizei „angemacht“, woraufhin einige Autos à la Frankreich angezündet wurden. Ihnen war langweilig, es waren ja gerade Winterferien und man hatte sonst nichts zu tun. Und wenn man schlecht in der Schule ist, dann kann man ja auch noch ein paar Schulen anzünden, wie vielfach in mehreren Städten des Landes passiert. Man ist ja ach so benachteiligt. Da wird es bestimmt helfen, wenn man die eigene Schule anzündet.
Wie praktisch ist es da, dass in derselben Woche wieder eine allahlästerliche Karikatur irgendwo abgedruckt wurde. Plötzlich war der Grund für die Krawalle nicht mehr „Stress“ mit der Polizei, sondern eben der Karikaturenstreit. Ist doch herrlich etwas mit gutem Gewissen kaputthauen zu dürfen.
Tja, und mit Schulbeginn nach den Ferien war dann plötzlich wieder Ruhe.
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Leider bietet die Deutsche Bahn derzeit keine Sonderpreise nach Kopenhagen an. Die Dänische Staatsbahn (DSB) hat aber bis noch bis zum 8. Dezember einen Sondertarif für Hamburg und Berlin. Die einfache Fahrt kostet zwischen 27 und 33 Euro. Die direkte Fahrt mit dem Intercity dauert ab Hamburg etwa 4,5 Stunden. Wer mich besuchen kommen will, bestellt am Besten die Fahrkarte bei mir, ich kann sie dann per Post zuschicken.
Die Anreise mit dem Bus ist derzeit teurer als per Bahn (mit dän. Sondertarif) oder Flug. Per Mitfahrzentrale kostet die Fahrt von Hamburg nach Kopenhagen ca. 30 Euro.
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Endlich habe ich eine eigene Wohnung gefunden, eigentlich ist es ein 25qm-Zimmer. Die Wohnung teile ich mit jemandem, den ich noch nicht kenne. Ich aber immerhin nicht irgendwo zur Untermiete, was auch schon einmal etwas Gutes ist. Außerdem gehe ich in drei Minuten zu meiner Kusine.
Ich werde dort am 1. September einziehen, der Vertrag läuft ein Jahr, also genau bis zum Beginn meines Studiums.
Sie liegt im 1. Stockwerk (aaaah!), und ist nach deutscher Kategorisierung ein Altbau, Anfang 20. Jahrhundert. Holzböden überall, Küche nicht riesig aber groß genug. Dahinter die für Kopenhagen obligatorische Hintertreppe. Unten Waschraum mit Trockner. Kabelfernsehen, Internet, Dachboden und Keller - alles da. Die Toilette ist etwas dürftig, wie es hier ja auch normal ist.
Die Lage ist super. Zu Fuß 3 Minuten zur nächsten S-Bahn Station, von dort aus 2 Stationen zum Hauptbahnhof. Überall um mich herum fahren A-Busse (an alle Hamburger: das sind die hiesigen Metro-Busse). Mit dem Fahrad bin ich in 15 Minuten am Rathausplatz.
Jetzt müssen nur noch meine Sachen aus HH hierher. Aber in der Hauptsache bin ich mit meinem Plan durch, hier Wohnung und Arbeit zu finden. Da fällt mir ein Stein vom Herzen. Jetzt ist wieder Platz in meinem Kopf für neue Dinge.
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Inzwischen bin ich wieder bei meiner Kusine untrergebracht und suche weiter nach einer Wohnung. Derzeit ist das Wohnungsangebot noch schlechter als bisher. Möglicherweise muss ich einen Kompromiss mit den Verhältnissen hier eingehen und doch ein Zimmer statt einer Wohnung mieten. Seit zwei Wochen arbeite ich bei der Danske Bank als Vikar, zunächst begrenzt auf 3 Monate. Der job ist viel besser als der, den ich zuerst hatte. Nun sitze ich auch nicht mehr alleine, sondern in einem Großraumbüro und die Arbeit selbst ist nicht mehr so monoton - im Rahmen dessen, was man von Dateneingabe erwarten kann. Außerdem ist hier die beste Kantine, die ich jemals gesehen habe, noch dazu die billigste. Zusammen mit dem Dänischunterricht füllt mich die Arbeit völlig aus. Zeit bleibt mir eigentlich nur an den Wochenenden. Auch wenn ich zwischenzeitlich mal ziemlich erschöpft von allem bin, habe ich den Eindruck, dass es voran geht.
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Es steht nicht mehr „Dänemark“ überall drauf. Ich habe mich nun wirklich eingelebt und sehe die Dinge nicht mehr ständig aus den Augen eines Ausländers. Sicher, täglich lerne ich Neues. Ich fühle mich aber überhaupt nicht mehr fremd hier, wobei ich mich in dieser Stadt schon immer wohlgefühlt habe. Ich erforsche systematisch die Teile der Stadt, die ich nicht kenne und muss dabei jedesmal denken, dass der Umzug das absolut Richtige für mich war. Inzwischen hat mein Dänischkurs angefangen, der mir sehr viel bringt und noch dazu Spaß macht. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie andere Ausländer mit dem Dänischen umgehen, zumal wir alle auf dem selben sprachlichen Level sind. Es ist viel Arbeit dort, wöchentlich 8 Stunden + Hausaufgaben, aber es ist nunmal genau das, was ich jetzt brauche. Ab Anfang der nächsten Woche habe ich wohl wieder eine Arbeit. Nachdem mein Vikariat beim Jobcenter zuendegegangen war, hatte ich vom Vikarbüro keinen neuen Job bekommen. Einen Grund dafür gab es nicht, ich wollte nicht putzen gehen, das ließe sich mit meinem Rücken nicht vereinbaren. Nach ein paar Wochen ohne Job habe ich jetzt wieder ein Angebot von einer anderen Firma. Die wollen mich für 3 Monate bei einer Bank einsetzen. Das ginge dann ab Montag los. Derzeit wohne ich in der herrschaftlichen Wohnung von der Mutter des Freundes meiner Kusine. Während sie 3 Wochen im Urlaub ist, muss ich eben die Blumen in der fast 200qm-Wohnung gießen. Man kann die Wohnung und ihre Lage mit einer Immobilie an der Außenalster vergleichen, luxus. So hangele ich mich derzeit von Wohnung zu Wohnung. Ich werde herzlich jubeln, sobald ich eine eigene Wohnung gefunden habe. Ich kann es nur nochmal sagen: den Mangel an Wohnungen in Kopenhagen und dem gesamten Umland kann man sich in Deutschland einfach nicht vorstellen. Ich bleibe frohen Mutes, denn ansonsten läuft es ja gut und der Gute-Laune-Indikator steht auf 1000% Prozent.